Dreiteilige Hängelampe mit Grundplatte

17. Februar 2018

1: Vorbereitung | 2: Herstellen der Grundplatte | 3: Montage der Elektrik | 4: Installation

Herstellen der Grundplatte

Die Grundplatte ist wie folgt aufgebaut:

  1. Eine runde Platte bzw. Scheibe (Birke Multiplex, Dicke 18 mm) mit Radius 48 cm (ohne Loch in der Mitte!)
  2. Ein Ring (ebenfalls Birke Multiplex, Dicke 18 mm), Außenmaß 48 cm und Breite 2 cm, in dem später die Verkabelung liegt.

Die Herstellung der beiden Teile war teilweise eine schwierige Angelegenheit, die aber gemeistert wurde :). Da die Schnittkanten sauber sein sollten, schied die Stichsäge als Werkzeug aus, da die Kanten damit nie rechtwinklig würden. Somit blieb nur die Oberfräse, mit der sich – natürlich nur mit einem zusätzlichen Hilfsmittel – schöne runde Teile fräsen lassen: Der Fräszirkel. Ich schaute im Internet nach verschiedenen Lösungen, die mir aber alle nicht so ganz gefielen und ich eigentlich genau JETZT das Teil bauen wollte, ohne erst noch zu warten, bis ein bestellter Fräszirkel ankommt. Also entschied ich mich, den Fräszirkel selbst zu bauen, wie man hier nachlesen kann.

Eine kleine Hürde, die ich nicht vorausgehen hatte, war die Dicke der beiden Platten. Meine Idee war, diese aufeinander zu schrauben und dann gemeinsam zu fräsen: Dicke insgesamt 36 mm ohne passenden Fräser – tolle Idee, unmögliche Umsetzung! Also beide Platten einzeln… Hinweis: Die Bilder weichen in diesem Teil etwas ab, ich beschreibe hier also das ideale Vorgehen, ohne in weitere Fallen zu tappen!

Fräsen eines Kreises mit FräszirkelDie Herstellung der Scheibe gelang mit dem richtigen Werkzeug kinderleicht. Den Fräszirkel mit einem Loch im Abstand 48 cm zur Innenkante des Schaftfräsers versehen, Mitte der Platte angezeichnet, Oberfräse auf Fräszirkel montiert, Fräszirkel angeschraubt (mit Teilgewinde-Schraube und leichtem Spiel) und ab geht die Post: Nicht die ganzen 18 mm auf einmal, da das nur zu unnötiger Belastung der Oberfräse führt, sondern auf 3 Runden mit je 6 mm durch. Vorsicht – etwas unterlegen, das man mit anfräsen kann – die Arbeitsplatte selbst eignet sich dafür nur bedingt!

Fräsen eines Kreises aus einer Holzplatte mit OberfräseIm zweiten Schritt wurde die Außenseite des Rings auf die gleiche Weise hergestellt. Anschließend wurde dieser (Außenkanten bündig!) mit der Scheibe verschraubt. Die Schrauben wurden zum Einen innerhalb der äußeren 2 cm gesetzt, damit man nicht mit dem Fräser kollidiert sowie das Innere des Kreises mit vier Schrauben fixiert (zwei hätten auch gereicht), damit u.a. der Fräszirkel dort bleibt wo er sein soll. Beim Durchfräsen der Innenseite des Rings sollte natürlich darauf geachtet werden, dass man misst, wann man durch ist 😉

Herstellung einer Scheibe und eines Ringes mit OberfräseNun wurde das Innenteil des Rings entfernt und die sichtbare Außenkante der Scheibe mit einem 45°-Anlauffräser mit einer ca. 2 mm breiten Phase versehen. Anschließend wurden noch die Außenflächen der beiden Scheiben mit Schmirgelpapier geglättet: Wie sich am Ende herausstellte zu wenig – also hier gerne ausführlich schmirgeln, falls man eine glatte Kante möchte. Wenn man wie in meinem Beispiel die Schichten der Multiplex sehen möchte, kann man das auch nur leicht mit einem 240er-Papier glätten, damit lediglich die groben Späne verschwinden.

Zur Vorbereitung der einzelnen Hängelampen wurden deren Halter mit dem gewünschten Abstand zur Außenkante sowie um 120° verdreht montiert (360° geteilt durch drei – dafür das Geodreieck) und die Löcher für die Kabeldurchführungen gebohrt und angesenkt.

Die Halter der Lampen wurden nun wieder entfernt und das Gebilde nun zweimal mit Acryllack weiß mit einer Walze gestrichen, wobei man zwischendurch einmal mit einem 400er-Papier fein schleifen sollte (habe ich verpennt, daher ist die Oberfläche etwas rauer).

Weiter geht es nun mit dem dritten Schritt, der Montage der Elektrik.

1: Vorbereitung | 2: Herstellen der Grundplatte | 3: Montage der Elektrik | 4: Installation

Ebenfalls für Dich interessant:

Kommentar hinterlassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.